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Kernenergie im Orbit: City Labs testet kommerzielle Raumfahrt-Batterie

09.07.2026
NASA astronaut performs extravehicular activity

(Symbolbild)

Kommerzielle Kernenergie im Orbit: City Labs eröffnet Raumfahrt neue Energieoption

Das miamibasierte Unternehmen City Labs hat mit dem erfolgreichen Betrieb einer kommerziellen nuklearen Energiequelle im Weltraum einen Meilenstein gesetzt. Der Einsatz auf einem CubeSat demonstriert erstmals, dass private Anbieter radioisotopenbasierte Stromversorgungen für Satelliten unabhängig von staatlichen Raumfahrtprogrammen realisieren können. Dies erweitert das Spektrum verfügbarer Energietechnologien für kommerzielle Raumfahrtmissionen erheblich.

Technologische Grundlage und Mission

City Labs setzt auf eine Betavoltaic-Zelle, die Energie aus dem Zerfall des Radioisotops Nickel-63 gewinnt. Das Unternehmen hatte die Technologie bereits 2023 von der US-Luftfahrtbehörde FAA für den Einsatz in kommerziellen Satelliten zertifizieren lassen – ein Verfahren, das bislang primär staatlichen Missionen vorbehalten war. Der CubeSat startete im Rahmen von SpaceXs Transporter-Rideshare-Mission an Bord einer Falcon 9 vom Vandenberg Space Force Base. (Ars Technica)

Die Betavoltaik unterscheidet sich fundamental von klassischen Kernreaktoren: Statt kontrollierter Kernspaltung nutzt sie den kontinuierlichen, nicht modulierbaren Zerfall eines Radioisotops. Die resultierende Leistungsdichte liegt deutlich unter der von Solarzellen, doch die Unabhängigkeit von Sonneneinstrahlung und die extrem lange Lebensdauer von Jahrzehnten eröffnen spezifische Einsatzprofile.

Einsatzprofile und Marktpositionierung

Die Technologie adressiert eine klare Lücke im bestehenden Satellitenenergiemarkt. Solarpanel-basierte Systeme dominieren zwar den Großteil der Missionen, stoßen jedoch bei tiefen Sonnenumlaufbahnen, langen Schattenphasen oder äußerst langen Missionsdauern an Grenzen. Betavoltaische Zellen liefern zwar nur geringe Leistung im Milli- bis Watt-Bereich, garantieren dafür aber über Jahrzehnte stabile Spannung ohne bewegliche Teile oder thermische Zyklen.

Für deutschsprachige Unternehmen im Satelliten- und Komponentensektor ergeben sich mehrere strategische Implikationen: Zum einen entsteht ein neuer Zuliefermarkt für Strukturen, Thermomanagement und Strahlenschutzkomponenten, die den spezifischen Anforderungen radioaktiver Nutzlasten gerecht werden müssen. Zum ander positioniert sich die Technologie als Redundanzoption für kritische Subsysteme, etwa Backup-Stromversorgungen für Kommandofunktionen oder wissenschaftliche Instrumente.

Regulatorische und wettbewerbliche Dynamik

Die FAA-Zertifizierung als Präzedenzfall ist mindestens so bedeutsam wie der technische Nachweis selbst. Sie signalisiert, dass US-Regulierungsbehörden kommerzielle Nukleartechnologie im Weltraum grundsätzlich freigeben, sofern Sicherheitskriterien erfüllt sind. Dies dürfte regulatorische Diskussionen in Europa beschleunigen, wo die European Space Agency bisher primär auf Solar- und Batterietechnologien setzte.

Der Wettbewerb um alternative Energiequellen intensiviert sich parallel. NASA entwickelt mit dem Fission Surface Power Project größere Reaktorkonzepte für Mond und Mars, während das Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) an nuklearen Antriebssystemen forscht. City Labs’ Ansatz unterscheidet sich durch seine Skalierbarkeit nach unten: Statt Megawatt-Leistung für bemannte Exploration zielt die Betavoltaik auf den breiten Markt kleiner Satelliten und Deep-Space-Probe ab.

Die Einordnung in den Gesamtmarkt erfordert Differenziertheit. Die Technologie wird Solarzellen nicht substituieren, sondern ergänzen – ähnlich wie Radionuklidbatterien (RTGs) seit Jahrzehnten Nischenanwendungen in der NASA-Mission bedienen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Kommerzialisierung: RTGs waren staatliche Monopole, City Labs’ Zelle ist erstmals für den freien Markt verfügbar.

Für die deutschsprachige Raumfahrtindustrie markiert dieser Schritt einen strategischen Entscheidungspunkt. Unternehmen wie OHB, RUAG oder zahlreiche Newspace-Startups müssen evaluieren, ob sie in Kompetenzen für nukleare Nutzlasten investieren oder auf die Dominanz bewährter Photovoltaik setzen. Die regulatorische Fragmentation zwischen US-FAA, europäischen Raumfahrtbehörden und internationalen Abkommen zum Weltraumrecht wird dabei eine zentrale Hürde bleiben. Langfristig dürfte jedoch die Verfügbarkeit robuster, jahrzehntelang wartungsfreier Energiequellen die Architektur künftiger Satellitenkonstellationen und interplanetarer Missionen mitgestalten – unabhängig davon, welche Akteure die Technologie schließlich dominieren.

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

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