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Umfrage: 98 Prozent der IT-Führungskräfte wollen Abhängigkeit von US-Cloudanbietern reduzieren

23.04.2026
Europäische Serverinfrastruktur und digitale Souveränität

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Rechenzentrum mit Serverracks und Netzwerkinfrastruktur

Eine neue Umfrage zeigt: Das Misstrauen gegenüber US-amerikanischen Cloudkonzernen hat unter IT-Entscheidern weltweit einen historischen Höchststand erreicht. Digitale Souveränität ist längst kein politisches Schlagwort mehr – sie wird zur strategischen Überlebensfrage für Unternehmen und Behörden in regulierten Märkten.

98 Prozent der IT-Führungskräfte wollen weniger Abhängigkeit von US-Cloudanbietern

Eine aktuelle Umfrage des Open-Source-Unternehmens SUSE zeigt: Nahezu alle befragten IT-Entscheider weltweit sehen digitale Souveränität als strategische Priorität – und planen konkrete Maßnahmen, um die Abhängigkeit von wenigen dominanten Technologiekonzernen zu reduzieren. SUSE richtet darauf seine gesamte Unternehmensstrategie neu aus.


Abhängigkeit als Geschäftsrisiko

98 Prozent der IT-Führungskräfte gaben in der SUSE-Befragung an, dass sie Unabhängigkeit von einzelnen Technologieanbietern – gemeint sind vor allem die großen US-amerikanischen Cloud- und Softwarekonzerne – als wichtiges oder sehr wichtiges Ziel betrachten. Dahinter stehen keine ideologischen Motive, sondern nüchterne Risikoerwägungen:

  • Datenschutzvorschriften wie die DSGVO
  • Gestiegene geopolitische Unsicherheiten
  • Erfahrungen mit Lieferkettenausfällen
  • Einseitige Preiserhöhungen durch Anbieter

Besonders in regulierten Branchen – Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung – wächst der Druck, nachweisen zu können, wo Daten verarbeitet werden und wer tatsächlich Zugriff darauf hat.

Cloud Act: US-Gesetze ermöglichen amerikanischen Behörden unter bestimmten Umständen den Zugriff auf Daten, die bei US-Unternehmen liegen – unabhängig davon, ob die Server physisch in Europa stehen.


SUSE positioniert sich als Alternative

SUSE, das deutsche Linux-Unternehmen mit Sitz in Nürnberg, nutzt die Debatte um digitale Souveränität als zentrales Differenzierungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern wie Red Hat (IBM) oder den Hyperscalern Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud. Das Unternehmen betont sein Open-Source-Modell als Grundlage für Transparenz und Kontrolle:

„Wer den Quellcode einsehen und eigene Instanzen betreiben kann, ist strukturell weniger angreifbar durch externe Politikentscheidungen oder Vendor-Lock-in.”

CEO Dirk-Peter van Leeuwen hat Souveränität zur Kernbotschaft des Unternehmens erklärt. SUSE investiert gezielt in:

  • Edge Computing-Lösungen
  • Kubernetes-basierte Containerplattformen
  • Partnerschaften mit europäischen Cloud-Anbietern

Souveränität ist kein Selbstläufer

Trotz breitem Konsens auf Führungsebene bleibt die Umsetzung komplex. Open-Source-Lösungen erfordern internen Aufbau von Expertise oder entsprechende Dienstleister. Vollständige Unabhängigkeit von US-Software ist in der Praxis kaum realisierbar – zu tief sind proprietäre Systeme in bestehende IT-Landschaften integriert.

Viele Unternehmen verfolgen daher einen pragmatischen Mittelweg:

  • Kritische Workloads und sensible Daten werden auf souveräne Infrastruktur verlagert
  • Weniger sensitive Bereiche verbleiben weiterhin bei etablierten Hyperscalern

Die Europäische Union fördert diesen Ansatz durch Initiativen wie Gaia-X und den European Data Act – mit bislang gemischten Ergebnissen in der praktischen Umsetzung.


Einordnung für deutsche Unternehmen

Für deutsche Mittelständler und Konzerne ist das Thema längst kein abstraktes Strategiegespräch mehr. Wer in regulierten Märkten tätig ist oder mit öffentlichen Auftraggebern zusammenarbeitet, wird zunehmend konkrete Anforderungen an Datenlokalisierung und Anbieterstruktur erfüllen müssen.

Unternehmen, die heute beginnen, ihre Abhängigkeiten zu kartieren und schrittweise zu reduzieren, dürften in einer besseren strategischen Position sein – unabhängig davon, wie sich die geopolitische Lage weiterentwickelt.

Die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Cloud-Anbieter hat damit rechtliche, operative und reputationsbezogene Konsequenzen. Digitale Souveränität ist keine Option mehr – sie wird zur Pflichtübung.


Quelle: ZDNet – SUSE bets its future on digital sovereignty

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

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