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X ersetzt Communities durch KI-kuratierte Feeds – und öffnet neue Werbeflächen

23.04.2026
KI-gesteuerte Social-Media-Feeds auf einem Smartphone-Display

X verabschiedet sich von nutzergeführten Communities und setzt künftig auf KI-kuratierte Themen-Feeds – gesteuert vom hauseigenen Sprachmodell Grok. Was das für Nutzer, Marken und Werbekunden bedeutet, ist noch längst nicht ausgereizt.

X ersetzt Communities durch KI-kuratierte Feeds – und öffnet neue Werbeflächen

Die Plattform X stellt ihre bisherige Communities-Funktion ein und ersetzt sie durch KI-gesteuerte, personalisierte Feeds. Das zugrunde liegende Sprachmodell Grok übernimmt dabei die Kuratierung der Inhalte – und schafft gleichzeitig neue Werbeplätze, die für Unternehmen relevant werden könnten.


Grok als Redakteur: Wie die neuen Feeds funktionieren

Die neuen Custom Feeds auf X werden nicht mehr von Nutzern oder Moderatoren zusammengestellt, sondern von Grok, dem hauseigenen Large Language Model von xAI. Das System analysiert Interessen, Interaktionsmuster und Inhaltshistorie einzelner Nutzer und bündelt themenspezifische Beiträge in eigenen Feed-Ansichten.

Nutzer können diese Feeds nach Interessensgebieten aufrufen – ähnlich wie zuvor die Communities, jedoch ohne die manuelle Verwaltung durch Gruppen-Administratoren.

Technisch gesehen entspricht das Prinzip dem, was andere Plattformen bereits seit Jahren praktizieren: algorithmische Inhaltssteuerung auf Basis von Nutzerdaten. X geht dabei jedoch einen Schritt weiter, indem Grok nicht nur filtert, sondern die Feeds aktiv nach thematischer Kohärenz gewichtet und kuratiert.


Communities werden eingestellt

Die Entscheidung, Communities zu ersetzen, ist ein strategischer Kurswechsel. Die Funktion war 2021 eingeführt worden, um Twitter – heute X – stärker in Richtung gruppenbasierter Interaktion zu entwickeln. Die Nutzung blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Mit den KI-gesteuerten Feeds setzt X nun auf eine passivere Nutzungserfahrung: Inhalte kommen zum Nutzer, statt dass Nutzer aktiv Gruppen beitreten und pflegen.

Für bestehende Communities-Mitglieder bedeutet das eine erhebliche Veränderung: Aufgebaute Gruppen und deren Inhalte werden nicht in die neuen Feeds überführt – die Strukturen, die Nutzer und Marken dort aufgebaut haben, entfallen ersatzlos.


Neue Werbeplätze entlang kuratierter Themen-Feeds

Aus Unternehmensperspektive ist der kommerzielle Aspekt besonders relevant: X plant, innerhalb der neuen KI-Feeds kontextbezogene Werbeplätze zu integrieren. Anzeigen sollen thematisch zum jeweiligen Feed passen – wer einen Feed zum Thema Technologie aufruft, bekommt entsprechende Werbung eingeblendet.

Das entspricht einem Targeting-Ansatz, der auf Inhaltskontext statt auf klassische demografische Merkmale setzt.

Für Werbekunden könnte das präzisere Aussteuerung bedeuten – sofern die Kuratierungsqualität von Grok tatsächlich thematische Konsistenz liefert. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, wie X sicherstellt, dass Markenwerbung nicht neben problematischen Inhalten erscheint – ein Dauerthema auf der Plattform, das viele Unternehmen in den vergangenen Jahren zu verstärkter Zurückhaltung veranlasst hat.


Datenbasis und Transparenz als offene Fragen

Wie genau Grok die Feeds zusammenstellt, welche Signale dabei gewichtet werden und wie Nutzer Einfluss auf die Kuratierung nehmen können, hat X bislang nicht im Detail kommuniziert.

Für Unternehmen, die X als Kommunikationskanal nutzen, ergibt sich daraus eine gewisse Planungsunsicherheit: Die organische Reichweite eigener Beiträge hängt künftig stärker von algorithmischen Entscheidungen eines Sprachmodells ab, dessen Gewichtungslogik nicht offen liegt.


Einordnung für deutsche Unternehmen

Für deutschsprachige Unternehmen, die X als Teil ihrer Social-Media-Strategie führen, lohnt eine nüchterne Bestandsaufnahme:

  • Wer bislang auf Communities als Engagement-Kanal gesetzt hat, muss die Strategie überarbeiten.
  • Die neuen kontextbezogenen Werbeplätze sind grundsätzlich interessant – ihre Effektivität hängt jedoch von der thematischen Zuverlässigkeit Groks ab.
  • Die ungeklärte Markensicherheitsproblematik bleibt ein kritischer Faktor.

Empfehlung: Den Rollout sorgfältig beobachten, bevor signifikante Budgets in das neue Format verschoben werden.


Quelle: TechCrunch AI – Hands-on with X’s new AI-powered Custom Feeds

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

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