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Bitcoin und Quantencomputing: Hoskinson zweifelt an Wirksamkeit des Schutzvorschlags

17.04.2026
Quantencomputer und Kryptowährungen

Die Debatte um Quantencomputing und Bitcoin spitzt sich zu: Cardano-Gründer Charles Hoskinson stellt den aktuellen Schutzvorschlag BIP-361 grundsätzlich in Frage – und wirft dabei eine der heikelsten Fragen der Krypto-Governance auf: Was passiert mit Satoshi Nakamotos rund einer Million Bitcoin?

Bitcoin und Quantencomputing: Hoskinson zweifelt an Wirksamkeit des Schutzvorschlags

Ein neuer Vorschlag zur Absicherung von Bitcoin gegen Quantenangriffe sorgt in der Krypto-Community für Diskussionen. Cardano-Gründer Charles Hoskinson hält den aktuellen Ansatz für unzureichend – insbesondere für jene Coins, die dem Netzwerk-Gründer Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden.


Hintergrund: Das Quantenrisiko für Bitcoin

Die Bedrohung durch leistungsfähige Quantencomputer für bestehende Kryptowährungen ist kein spekulatives Zukunftsszenario mehr, sondern ein ernst genommenes technisches Problem. Bitcoin nutzt elliptische Kurvenkryptografie (ECDSA), die durch hinreichend starke Quantenrechner theoretisch gebrochen werden könnte.

Besonders gefährdet sind dabei sogenannte Pay-to-Public-Key-Adressen (P2PK), bei denen der öffentliche Schlüssel direkt auf der Blockchain sichtbar ist – darunter fallen auch frühe Wallets aus der Anfangszeit des Netzwerks.

Um diesem Risiko zu begegnen, kursiert derzeit ein Vorschlag unter der Bezeichnung BIP-361, der einen Migrationspfad zu quantenresistenten Signaturschemata skizzieren soll.


Hoskinsons Einwand: Satoshis Coins nicht zu retten

Charles Hoskinson, Mitgründer von Ethereum und Gründer von Cardano, äußerte sich öffentlich skeptisch gegenüber BIP-361:

„Es ist nicht möglich, alle gefährdeten Bitcoin unter dem aktuellen Vorschlag zu schützen.”

Der Kernpunkt seiner Kritik: Coins in frühen Wallets, deren private Schlüssel unbekannt sind – wie mutmaßlich jene von Satoshi Nakamoto mit einem geschätzten Bestand von rund einer Million BTC – könnten nicht aktiv migriert werden, da kein Eigentümer die notwendige Transaktion auslösen kann.

Bleibt die Migration aus, würden diese Coins nach Ablauf einer eventuellen Übergangsfrist entweder dauerhaft eingefroren oder könnten im schlimmsten Fall angreifbar bleiben. Beides wirft grundlegende Fragen zur Governance und zum Werteversprechen des Netzwerks auf.


Technische und politische Komplexität

Die Debatte verdeutlicht, wie komplex eine Anpassung des Bitcoin-Protokolls in der Praxis ist. Anders als bei anderen Blockchain-Projekten erfordert eine Änderung am Bitcoin-Kern einen breiten Konsens unter Entwicklern, Minern und der gesamten Community – ein Prozess, der Jahre dauern kann.

Hinzu kommt die philosophische Frage, ob ruhende Coins, die möglicherweise dem Netzwerkgründer gehören, aktiv durch ein Protokoll-Upgrade für ungültig erklärt oder eingefroren werden dürften.

Die eigentliche Herausforderung ist nicht technischer, sondern politischer Natur: Wer entscheidet über das Schicksal von Coins, deren Eigentümer schweigt?

Experten streiten darüber, wie nah der sogenannte „Q-Day” tatsächlich ist – jener Zeitpunkt, an dem Quantencomputer stark genug wären, bestehende kryptografische Verfahren praktisch zu brechen. Schätzungen reichen von wenigen Jahren bis zu mehreren Jahrzehnten. Institutionen wie das NIST haben bereits Post-Quanten-Kryptografie-Standards verabschiedet, die für klassische IT-Infrastrukturen gelten.


Einordnung für Unternehmen

Für deutsche Unternehmen, die Bitcoin als Reservewährung halten oder Blockchain-basierte Prozesse betreiben, ist die Debatte ein Hinweis auf ein strukturelles Risiko mit langem Zeithorizont. Die unmittelbare Handlungsrelevanz bleibt gering, doch sollten Compliance- und IT-Sicherheitsverantwortliche die Entwicklung rund um Post-Quanten-Kryptografie aktiv verfolgen.

Regulatorische Vorgaben – etwa im Rahmen von DORA oder kommenden EU-Cybersicherheitsanforderungen – könnten mittel- bis langfristig auch Vorgaben zur Quantenresistenz digitaler Assets einschließen.


Quelle: Decrypt AI

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

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