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AWS Sustainability Console: Cloud-Emissionen künftig per API abrufbar

13.04.2026
AWS Sustainability Console API für Cloud-Emissionsdaten

Wer seine Cloud-Emissionen bislang mühsam aus der AWS-Konsole exportieren musste, bekommt jetzt Entlastung: Amazon Web Services öffnet sein Customer Carbon Footprint Tool per API – ein relevanter Schritt für Unternehmen unter CSRD-Berichtspflicht.

AWS Sustainability Console: Cloud-Emissionen künftig per API abrufbar

Amazon Web Services hat seine Sustainability Console um eine API-Schnittstelle erweitert, die Unternehmen den programmatischen Zugriff auf ihre Cloud-Emissionsdaten ermöglicht. Damit lassen sich Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen direkt in bestehende Reporting-Workflows und ESG-Plattformen integrieren – ohne manuelle Exports aus der AWS-Konsole.


Was die neue Funktion leistet

Die AWS Customer Carbon Footprint Tool API liefert strukturierte Emissionsdaten auf Kontoebene, aufgeschlüsselt nach Diensten, Regionen und Zeiträumen. Unternehmen können damit:

  • automatisierte Reports erstellen
  • Daten in interne Dashboards einspeisen
  • Emissionswerte direkt an Nachhaltigkeits-Reporting-Tools wie Salesforce Net Zero Cloud oder spezialisierte ESG-Softwareanbieter übergeben

Besonders relevant ist die Abdeckung aller drei Scope-Kategorien gemäß dem Greenhouse Gas Protocol:

Scope Inhalt
Scope 1 Direkte Emissionen aus AWS-eigenen Quellen
Scope 2 Stromverbrauch der Rechenzentren
Scope 3 Vorgelagerte Emissionen aus Lieferkette und Hardware-Produktion

Gerade Scope 3 ist für viele Unternehmen die rechnerisch schwierigste Kategorie – und gleichzeitig jene, die Regulierungsbehörden zunehmend einfordern.


Relevanz für Compliance und Lieferketten-Reporting

Für Unternehmen, die unter die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fallen, wird die automatisierte Verfügbarkeit von Cloud-Emissionsdaten zunehmend relevant. Cloud-Infrastruktur zählt für viele mittlere und große Unternehmen zu den messbaren Treibhausgasquellen im Scope-3-Bereich – bislang war deren Erfassung jedoch aufwendig und fehleranfällig, weil die Daten manuell aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden mussten.

Die neue API schließt diese Lücke zumindest für AWS-Workloads. Unternehmen mit Multi-Cloud-Architekturen werden hingegen weiterhin auf plattformübergreifende Konsolidierungslösungen angewiesen sein, da Microsoft Azure und Google Cloud eigene Emissionsreporting-Tools mit unterschiedlichen Datenformaten und Berechnungsmethoden betreiben.


Methodische Einschränkungen bleiben

Ein wichtiger Hinweis für Compliance-Verantwortliche:

Die von AWS ausgewiesenen Emissionswerte basieren auf Marktmethoden, die den Einsatz erneuerbarer Energien durch Power Purchase Agreements (PPAs) und Renewable Energy Certificates (RECs) berücksichtigen – was AWS-Kundenwerte strukturell niedriger ausfallen lässt als bei einer standortbasierten Berechnung.

Für Berichte, die nach der GHG Protocol Location-Based Method erstellt werden müssen, sind die Rohdaten entsprechend zu interpretieren.

Zudem deckt das Tool nur Emissionen ab, die AWS direkt zugerechnet werden können – nicht den Energieverbrauch von Anwendungen, der durch ineffizienten Code oder überdimensionierte Ressourcen entsteht. Die Optimierung des Carbon Footprints auf Applikationsebene bleibt damit eine separate Aufgabe.


Einordnung für deutsche Unternehmen

Für deutsche Unternehmen, die bereits unter die CSRD-Berichtspflicht fallen oder sich darauf vorbereiten, bietet die AWS-API eine praktische Möglichkeit, Cloud-Emissionen strukturiert in bestehende ESG-Reportingprozesse einzubinden. Insbesondere mittelständische Betriebe, die stark auf AWS-Dienste setzen und bislang Cloud-Emissionen nur grob schätzten, können damit ihre Datenqualität verbessern.

Zu beachten bleibt: Die ausgewiesenen Werte sind methodisch nicht ohne Weiteres mit anderen Emissionsquellen vergleichbar. Eine Abstimmung mit dem eigenen Nachhaltigkeitsbeauftragten oder externen Prüfern ist vor der Einbindung in offizielle Berichte ratsam.


Quelle: InfoQ – AWS Sustainability Console

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

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