Apple steht kurz davor, den Smartphone-Markt erneut neu zu definieren: Mit dem iPhone Fold wagt der Konzern den Einstieg in das Segment der faltbaren Geräte – und könnte dabei wiederholen, was er mit der Apple Watch im Smartwatch-Markt vollbracht hat.
iPhone Fold: Apple bereitet ersten faltbaren Formfaktor vor
Apple plant offenbar, noch in diesem Jahr ein faltbares iPhone auf den Markt zu bringen – ein Schritt, der das Produktportfolio des Unternehmens stärker verändern dürfte als jede andere Neuerung seit Einführung des Touch-Displays. Damit würde Apple einen Markt betreten, den Samsung und chinesische Hersteller wie Huawei bereits seit Jahren besetzen.
Produktdesign und technische Ausrichtung
Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Branchen-Analysten und Supply-Chain-Quellen soll das iPhone Fold ein großformatiges, nach innen faltendes Display erhalten – ähnlich dem Galaxy Z Fold von Samsung, jedoch mit deutlich schmalerem Formfaktor im gefalteten Zustand.
Apple setzt laut Berichten auf ein verbessertes Scharnier-Design, das die bei frühen Foldables kritisierte Faltenbildung im Display minimieren soll.
Die Auflösung beider Displaybereiche soll auf dem Niveau aktueller Pro-Modelle liegen.
Das Gerät wird intern als Kombination aus iPhone und iPad Mini beschrieben:
- Im gefalteten Zustand: vollwertiges Smartphone mit kompaktem Formfaktor
- Im aufgeklappten Zustand: erweitertes Display für produktivitätsorientierte Anwendungen
Marktpositionierung und Preis
Branchenbeobachter erwarten einen Einstiegspreis von mindestens 2.000 US-Dollar, womit Apple das Gerät klar im Premium-Segment positionieren würde. Das iPhone Fold soll nicht das Standard-iPhone ersetzen, sondern als eigenständige Kategorie neben der bestehenden Modellpalette etabliert werden – vergleichbar mit der Einführung der Pro Max-Linie.
Apple hat in der Vergangenheit neue Kategorien erst dann erschlossen, wenn Reife der Technologie und Produktqualität den eigenen Standards entsprachen. Die lange Zurückhaltung gegenüber Foldables gilt in der Branche als bewusste Strategie, nicht als technisches Unvermögen.
Wettbewerbsdynamik und Marktlage
Der globale Markt für faltbare Smartphones wächst, bleibt aber ein Nischenprodukt:
Laut IDC entfielen faltbare Geräte 2024 auf unter zwei Prozent des gesamten Smartphone-Absatzes.
Apples Eintritt in dieses Segment dürfte die Nachfrage deutlich beleben – ähnlich wie der Konzern mit der Apple Watch den Smartwatch-Markt auf breiter Ebene salonfähig gemacht hat. Samsung, der bisherige Marktführer bei Foldables, wird den Wettbewerbsdruck unmittelbar spüren. Für Android-Hersteller könnte Apples Markteintritt einen Innovationsschub beim Scharnier- und Display-Design auslösen.
Relevanz für Unternehmen und B2B-Nutzung
Neben dem Consumer-Segment dürfte das iPhone Fold auch für Geschäftskunden interessant sein. Ein Gerät, das Smartphone und kleines Tablet vereint, adressiert konkrete Anwendungsszenarien:
- Außendienst und mobile Datenerfassung
- Branchen mit hohem Dokumenten- und Medienaufkommen
- Enterprise-Umgebungen mit Bedarf an flexiblen Formfaktoren
Apple-typisch wird das Gerät eng in das bestehende Ökosystem aus iOS, iCloud und Enterprise-Management-Tools eingebunden sein.
Für deutsche Unternehmen, die ihre Mobile-Device-Strategie mittelfristig planen, empfiehlt sich eine abwartende Haltung bis zur offiziellen Produktvorstellung – voraussichtlich im Herbst 2025. Entscheider sollten prüfen, ob der erweiterte Formfaktor konkrete Produktivitätsgewinne für ihre Anwendungsfälle bietet, bevor entsprechende Gerätepolicies und MDM-Konfigurationen angepasst werden.
Quelle: CNET – Apple’s iPhone Fold
