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Lego-Figuren als Propagandawerkzeug: Wie iranische KI-Videos politische Narrative im Netz setzen

11.04.2026
KI-generierte Propaganda-Videos mit Lego-Ästhetik und politischen Narrativen

Kleine Plastikfiguren, große Wirkung: Eine iranische Gruppe namens Explosive Media nutzt KI-generierte Lego-Videos, um politische Botschaften viral zu verbreiten – und demonstriert damit, wie niedrigschwellig generative KI heute für gezielte Meinungsbeeinflussung eingesetzt werden kann.

Lego-Figuren als Propagandawerkzeug: Wie iranische KI-Videos politische Narrative im Netz setzen

Lego-Ästhetik als politisches Vehikel

Die Videos von Explosive Media folgen einem klaren Schema: US-amerikanische und israelische Politiker sowie Militäroperationen werden in der bekannten Lego-Optik dargestellt – begleitet von KI-generierten Songtexten, die die iranische Perspektive auf den Konflikt transportieren. In einem der meistgesehenen Clips wird der Abschuss eines US-Kampfjets und die anschließende Bergung des Piloten als kostspielige Blamage inszeniert. Explodierende Lego-Kampfjets und Geldscheine sollen die Botschaft unterstreichen: Die USA geben Milliarden aus, um von iranischen Streitkräften ausmanövriert zu werden.

Der Charme des Formats liegt in seiner Vertrautheit. Lego-Ästhetik ist weltweit als harmlos und spielerisch konnotiert – eine Rahmung, die scharfe politische Aussagen für ein breites Publikum konsumierbar macht und Plattform-Algorithmen weniger Angriffsfläche für Content-Moderation bietet.

Generative KI senkt die Produktionshürde erheblich

Was früher ein Animationsstudio und erhebliches Budget erfordert hätte, lässt sich heute mit einer Handvoll KI-Tools in kurzer Zeit umsetzen. Explosive Media setzt nach eigenen Aussagen auf generative Bild- und Videomodelle sowie KI-gestütztes Audio für die Musikproduktion. Gegenüber The Verge benennt die Gruppe einen Begriff, der im Kontext aufhorchen lässt:

„Heart” – emotionale Überzeugung und Haltung seien entscheidend, nicht allein technische Qualität.

Das Ergebnis ist inhaltlich eindeutig als Propaganda einzuordnen. Doch die technische Einstiegshürde für vergleichbare Produktionen ist mittlerweile so niedrig, dass ähnliche Kampagnen von nahezu jedem staatlichen oder nicht-staatlichen Akteur mit begrenzten Ressourcen repliziert werden können.

Plattformen und Medienöffentlichkeit als Distributionskanal

Die Videos verbreiten sich vor allem auf TikTok und anderen Kurzvideoformaten. Die Algorithmen dieser Plattformen bevorzugen emotional aufgeladene, ästhetisch kohärente Inhalte – Merkmale, die Explosive Medias Produktionen gezielt erfüllen. Damit stellt sich eine Frage, die weit über den Iran-Konflikt hinausgeht:

Wie reagieren Plattformbetreiber auf KI-generierte Propaganda, wenn diese formal keine Richtlinien verletzt, inhaltlich aber gezielt zur Beeinflussung von Meinungsbildung eingesetzt wird?

Bislang fehlen belastbare Standards. Die Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte ist je nach Plattform und Jurisdiktion unterschiedlich geregelt – in der EU greift die KI-Verordnung schrittweise, doch die Durchsetzung gegenüber Akteuren außerhalb des europäischen Rechtsraums bleibt eine offene Baustelle.

Einordnung für deutsche Unternehmen

Für Kommunikations- und Marketingverantwortliche in deutschen Unternehmen illustriert der Fall zweierlei:

  • Erstens ist die technische Fähigkeit, überzeugende audiovisuelle Inhalte mit KI zu produzieren, kein Alleinstellungsmerkmal westlicher Akteure mehr.
  • Zweitens wächst die Notwendigkeit, die eigene Medien- und Informationskompetenz – und die der Mitarbeitenden – systematisch zu stärken.

Wer in der Unternehmenskommunikation oder im Public-Affairs-Bereich tätig ist, sollte KI-generierte Desinformation nicht länger als abstraktes Risiko betrachten. Die Produktionskosten für gezielte Narrative-Kampagnen sind gesunken; die Erkennbarkeit solcher Inhalte hingegen noch nicht gestiegen.


Quelle: The Verge AI

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

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