Zwei neue Modelle haben die US-Zulassungsbehörde FCC passiert – und deuten auf einen baldigen Launch der nächsten Ray-Ban-KI-Brille von Meta hin. Die Vorzeichen sprechen dafür, dass der Konzern seinen Vorsprung im schnell wachsenden Markt für KI-Wearables verteidigen will.
Meta bereitet dritte Generation der Ray-Ban-KI-Brillen vor
Anfang März wurden bei der Federal Communications Commission (FCC) zwei neue Ray-Ban-Modelle unter den internen Bezeichnungen „Scriber” und „Blazer” eingereicht. Die Dokumente beschreiben die getesteten Geräte als Serieneinheiten – ein deutliches Signal, dass der Konzern kurz vor einer Markteinführung steht.
Bei der zweiten Generation der Ray-Ban-Smartbrille lag zwischen FCC-Einreichung und offiziellem Launch lediglich etwas mehr als ein Monat.
Sollte Meta dieselbe Zeitplanung verfolgen, dürfte eine Ankündigung in den kommenden Wochen realistisch sein. Meta selbst hat auf eine Anfrage bislang nicht reagiert.
FCC-Dokumente: Viel geschwärzt, wenig verraten
Die FCC-Unterlagen sind – wie in solchen Verfahren üblich – stark geschwärzt. Konkrete Angaben zu Design, technischen Spezifikationen oder neuen Funktionen lassen sich daraus nicht ableiten. Einige Dokumente enthalten jedoch die Marketing-Namen der beiden Modelle, was auf unterschiedliche Formfaktoren oder Zielgruppen hindeutet.
Ob die dritte Generation etwa ein integriertes Display oder erweiterte Sensorik mitbringt, bleibt vorerst spekulativ.
Kommerzieller Erfolg als Rückenwind
Die bisherigen Ray-Ban-Meta-Brillen haben sich als kommerziell erfolgreich erwiesen: Meta-Chef Mark Zuckerberg kommunizierte Verkaufszahlen im einstelligen Millionenbereich. Die Geräte ermöglichen Nutzern:
- Fragen an den integrierten KI-Assistenten zu stellen
- Fotos und Videos aufzunehmen
- Audioinhalte abzuspielen – ganz ohne Smartphone
Gegenüber klassischen Smartwatches oder Earbuds punkten die Brillen mit einem unauffälligen Formfaktor, der im Alltag kaum von einer gewöhnlichen Sonnenbrille zu unterscheiden ist.
Wettbewerb zieht an
Der Markt für KI-Wearables entwickelt sich zum nächsten großen Battleground der Tech-Giganten.
Google hat gemeinsam mit Samsung eine eigene Smartbrille angekündigt, und auch Apple arbeitet Berichten zufolge an einem ähnlichen Gerät. Meta dürfte daher erhebliches Interesse daran haben, den eigenen Vorsprung in diesem Segment vor der Konkurrenz zu verteidigen – und die dritte Generation spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Relevanz für Unternehmen im DACH-Raum
Für Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die KI-Assistenten in operative Prozesse integrieren wollen, werden Wearables wie diese zunehmend relevant – insbesondere in Bereichen wie:
- Logistik und Lagerhaltung
- Außendienst und Kundenbetreuung vor Ort
- Fertigung, wo Mitarbeitende freie Hände benötigen, aber dennoch auf Informationen zugreifen müssen
Mit der dritten Generation dürfte Meta die Hardware weiter in Richtung Unternehmenstauglichkeit entwickeln. Wann die Geräte offiziell vorgestellt werden und zu welchem Preis sie in Europa verfügbar sein werden, bleibt abzuwarten.
Quelle: The Verge AI
