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Militärs weltweit investieren in eigene Satellitennetze, um Abhängigkeit von privaten Anbietern zu reduzieren

12.04.2026
Satellitenkonstellation im Erdorbit über Wolkendecke

Der Ukraine-Krieg hat eine strategische Leerstelle sichtbar gemacht: Moderne Streitkräfte sind tief abhängig von kommerzieller Satellitenkommunikation – kontrolliert von privaten Unternehmen mit eigenen Interessen. Die Antwort mehrerer Staaten und Bündnisse: eigene Konstellationen im niedrigen Erdorbit. Ein Wettlauf, der die digitale Geopolitik der nächsten Dekade prägen wird.

Militärs weltweit investieren in eigene Satellitennetze – Abhängigkeit von privaten Anbietern soll reduziert werden

Starlink als Blaupause – und als Warnung

Das Starlink-Netzwerk von SpaceX hat im Ukraine-Konflikt eindrucksvoll gezeigt, welchen taktischen Vorteil breitbandige Satellitenkommunikation im Gefechtsfeld bietet. Gleichzeitig offenbarte der Einsatz strukturelle Risiken:

Ein privates Unternehmen kontrolliert die Zugangsparameter, entscheidet über Verfügbarkeit in bestimmten Regionen und kann Dienste einschränken – wie SpaceX-Gründer Elon Musk in mehreren Fällen demonstrierte.

Für Streitkräfte ist diese Abhängigkeit strategisch inakzeptabel.

Die Konsequenz: Länder wie das Vereinigte Königreich, Frankreich und mehrere NATO-Partner arbeiten an eigenen militärischen Low-Earth-Orbit-Projekten (LEO). Auch die EU treibt mit dem IRIS²-Programm eine europäische Satellitenkonstellation voran, die sowohl zivile als auch sicherheitsrelevante Kommunikationsbedarfe abdecken soll. Erste Satelliten sind für Mitte der 2020er-Jahre geplant.

Technische und geopolitische Dimension

LEO-Konstellationen bieten gegenüber klassischen geostationären Satelliten entscheidende Vorteile:

  • Niedrigere Latenz für zeitkritische Kommunikation
  • Höhere Datenraten für bandbreitenintensive Anwendungen
  • Geringere Anfälligkeit für Störsignale und gezielte Jamming-Angriffe

Gleichzeitig erfordern sie den Betrieb von Hunderten bis Tausenden von Satelliten – verbunden mit erheblichen Investitionen in Startkapazitäten, Bodensegmente und Verschlüsselungsinfrastruktur.

China und Russland verfolgen parallel eigene Ambitionen. Peking baut mit dem Qianfan-Projekt eine nationale LEO-Konstellation auf, die explizit als Alternative zu westlich kontrollierten Netzen positioniert wird.

Im Orbit zeichnet sich damit eine ähnliche Fragmentierung ab, wie sie im Bereich Software-Plattformen und Cloud-Infrastruktur bereits beobachtet wird.

Souveränität als strategisches Konzept

Der Aufbau eigener Satellitennetze ist Teil eines breiteren Musters: Staaten versuchen zunehmend, kritische digitale Infrastrukturen unter nationale oder zumindest allianzbasierte Kontrolle zu bringen. Das betrifft neben der Satellitenkommunikation auch:

  • Glasfaserverbindungen auf Ozeankabelniveau
  • Cloud-Dienste für Behörden und Sicherheitsbehörden
  • Die strategische Versorgung mit Halbleitern

Für Europa ist die Frage nach eigener Weltrauminfrastruktur dabei eng verknüpft mit industriepolitischen Zielen. Die Vergabe von IRIS²-Aufträgen an europäische Unternehmen wie Airbus, Thales und SES soll nicht nur Versorgungssicherheit schaffen, sondern auch die heimische Raumfahrtindustrie strukturell stärken.

Einordnung für deutsche Unternehmen

Für deutsche Unternehmen – insbesondere in sicherheitsrelevanten Branchen oder mit Behördenverträgen – ergeben sich konkrete Implikationen:

Wer heute Kommunikationsinfrastruktur plant, sollte die Frage nach Betreiberkontrolle und regulatorischer Einbettung explizit in die Beschaffungsentscheidung einbeziehen.

Die Nutzung kommerzieller LEO-Dienste bleibt in vielen Fällen wirtschaftlich sinnvoll. Doch die Risikoverteilung zwischen privaten Anbietern und souveränen Alternativen wird in den nächsten Jahren neu ausgehandelt. Das IRIS²-Programm dürfte dabei zunehmend auch für privatwirtschaftliche Nutzer relevant werden, sobald kommerzielle Kapazitäten verfügbar sind.


Quelle: New Scientist Tech – Why the world’s militaries are scrambling to create their own Starlink

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

Dieser Artikel wurde von einer KI auf Basis von Berichten internationaler Medien zusammengefasst und auf Deutsch verfasst. Er wurde nicht von einer menschlichen Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50.

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