Staking statt Spekulation: GalaxyOne-Chef plädiert für langfristige Krypto-Investitionsstrategie

Während Prediction Markets boomen, plädiert GalaxyOne-Chef Zac Prince für einen strategischen Kurswechsel: Staking statt Spekulation – und damit für einen grundlegend neuen Umgang mit Krypto-Assets im Langfristportfolio.

Staking statt Spekulation: GalaxyOne-Chef plädiert für langfristige Krypto-Strategie

Zac Prince, Leiter der Retail-Plattform GalaxyOne innerhalb des Finanzdienstleisters Galaxy Digital, fordert Privatanleger auf, ihr Krypto-Engagement grundlegend neu auszurichten. Anstatt auf Prediction Markets zu setzen, sollten Anleger mit Blick auf langfristige Portfolios verstärkt auf Staking-Erträge setzen. Der Appell richtet sich an eine Anlegergruppe, die bislang häufig kurzfristigen Spekulationen den Vorzug gibt.


Prediction Markets als Portfoliobaustein in der Kritik

Prince äußerte sich skeptisch gegenüber der Rolle von Prediction Markets in diversifizierten Langfristportfolios. Derartige Märkte, auf denen Nutzer auf den Ausgang realer Ereignisse – von Wahlergebnissen bis hin zu Wirtschaftsdaten – wetten können, haben zuletzt erheblich an Popularität gewonnen. Plattformen wie Polymarket verzeichneten in den vergangenen Monaten stark steigende Nutzerzahlen.

„Wer langfristig Vermögen akkumulieren will, braucht Renditen, die nicht vom richtigen Timing einer Einzelwette abhängen – sondern von stabilen, wiederkehrenden Erträgen.”

Aus Sicht von Prince fehlt diesen Instrumenten die strukturelle Eignung für den Aufbau nachhaltiger Vermögenswerte. Die Abhängigkeit vom korrekten Timing einer Einzelwette macht Prediction Markets zu einem fragilen Fundament für jede seriöse Anlagestrategie.


Staking als produktiver Kapitalansatz

Als Alternative positioniert Prince das Staking von Kryptowährungen wie Ethereum oder Solana. Bei diesem Mechanismus stellen Anleger ihre Token einem Blockchain-Netzwerk zur Verfügung, um dessen Betrieb zu unterstützen, und erhalten dafür regelmäßige Erträge – vergleichbar mit Zinszahlungen im traditionellen Finanzwesen.

Der entscheidende Unterschied zu spekulativen Wetten:

Die Erträge entstehen unabhängig von Marktpreisprognosen – solange das Netzwerk läuft und der Nutzer seine Token einsetzt.

Beim Ethereum-Netzwerk liegen die annualisierten Staking-Renditen derzeit je nach Anbieter zwischen drei und fünf Prozent – ein Niveau, das institutionellen wie privaten Anlegern als stabiler Einkommensbestandteil dienen kann.


Produktstrategie von GalaxyOne im Kontext

GalaxyOne ist die auf Privatanleger ausgerichtete Plattform von Galaxy Digital, einem der größten Krypto-Finanzunternehmen weltweit. Mit seiner Positionierung verfolgt das Unternehmen eine klare Strategie: Krypto-Assets stärker in den Bereich klassischer Anlageprodukte rücken – weg vom reinen Spekulationsobjekt, hin zu ertragsorientierten Finanzinstrumenten.

Dieser Ansatz korrespondiert mit einer breiteren Entwicklung in der Branche: Seit der regulatorischen Zulassung von Bitcoin-Spot-ETFs in den USA und dem wachsenden institutionellen Interesse an Ethereum-Staking-Produkten zeigt sich ein deutlicher Trend hin zur Normalisierung von Krypto-Assets als Bestandteil diversifizierter Portfolios.


Einordnung für deutsche Unternehmen und Anleger

Für deutschsprachige Unternehmen und institutionelle Anleger, die Krypto-Positionen aufbauen oder bestehende Bestände aktiver bewirtschaften wollen, unterstreicht die Position von GalaxyOne eine bereits erkennbare Marktverschiebung:

  • Staking-Infrastruktur wird zunehmend als legitimer Baustein im Treasury-Management diskutiert
  • Der regulatorische Rahmen in Deutschland und der EU wird durch MiCAR schrittweise klarer
  • Compliance-fähige Staking-Produkte für professionelle Anleger werden perspektivisch zugänglicher

Unternehmen, die Krypto-Bestände bisher überwiegend passiv halten, sollten die Ertragsdimension dieser Assets verstärkt in ihre Strategieüberlegungen einbeziehen.


Quelle: Decrypt.co – „GalaxyOne Head Wants Retail Investors to Stake More, Predict Less”

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